Keynote Web 3.0 conference – Semantics: The Evolution of Online Advertising Targeting and the Commercialization of Web 2.0

Sehr interessante Keynote zum Einstieg in den Web 3.0 Kongress in Santa Clara, CA. Amiad Somomon, CEO Peer39 Inc. Spricht über die Entwicklung des Internets von Web 1.0 über Web 2.0 bis zum “neuen” Web 3.0.

Seine Aussage: beim Web 3.0 geht es um die effizente Verarbeitung von großen komplexen Datenmengen, die bereits im Netz vorliegen und mit Meta-Daten ergänzt werden müssen um entsprechend sinnvoll zu verarbeitet werden. Er hat einige lustige Beispiele gebracht wie so etwas nicht gemacht werden sollte.

Z.B. eine Meldung in einer Internetpublikation “Military Officier rapes and kill 18 year old girl.” Direkt daneben im Ad-Bereich der Seite eine Werbung der Army mit dem Titel “We understand your needs.” Dies ist ein schönes Beispiel für die alte Verarbeitung von Daten. Inhaltlich kommt in der Meldung natürlich das Wort Army vor. Somit passt thematisch die Werbung auch, allerdings fehlt hier die Meta-Information, aus der klar geworden wäre, dass man hier besser keine Werbung der Army anzeigen sollte.

Die Vorteile des Semantic Ads:

  • keine unpassenden Ergebnisse für Keywords
    (über entsprechende Meta-Information)
  • keine Cookies nötig
    (es wird aus dem Zusammenhang klar, was der Nutzer möchte. Es ist nicht notwendig diese Daten in Cookies zu speichern.)
  • keine ignorante Werbung
    (z.B. Werbung für Hooters auf einer Website über Emanzipation)

Ergebis: Passende Werbung mit hohen Click-thru Rates.

1 Comment

  1. Matze · October 16, 2008 Reply

    Danke für den Beitrag wowbagger. Ich bin auch ein Teilnehmer auf diesem Kongress. Es gibt tatsächlich ein Menge “dummer” Systeme, die man nicht unvoreingenommen einsetzen sollte. Tim Musgrove von TextDigger hat den sogenannten “Collaborative-Filter-Vicious-Circle” beschrieben. Dabei wird durch ein automatisches System die leicht überhängende “Meinung” einer Gruppe hervorgehoben und eine Verstärkung der Meshes, also der Verknüpfungen zu diesen Aussagen hergestellt. Das Problem: Diese Verstärkungen sorgen für einen weiteren Anstieg von Besuchern einer bestimmten Ausrichtung und verstärken in dem nächsten Umlauf die gegebene “Meinung”. In diesem Moment wird die Objektivität, die wahre Meinung der Gesamtheit im Netz verwischt. Der Vicious-Circle ist initalisiert. Das funktioniert ähnlich schlecht wie automatische Börsensysteme, die teilweise für eine Katastrophe an den internationalen Börsen verantwortlich sind. Diese lösen ebenfalls eine Kettenreaktion “negativer”, kaskadierender Entscheidungen aus.

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