5 LPO-Tipps die jeder kennen sollte

5 LPO-Tipps die jeder kennen sollte

Landing-Pages sind häufig sogenannte Single-Purpose-Pages. Also Seiten, die einen klaren Fokus auf eine spezielle Aktion, die Call-to-Action haben. In meinem ersten Post zum Thema Landing-Page-Optimierung hier auf Wowbagger.de möchte ich fünf LPO-Tipps geben, die jeder kennen sollte.

Landing-Pages werden häufig im Bereich der Pay-per-click Kampagnen (z.B. Google AdWords) genutzt. Ziel dieser Seiten ist es den Nutzer auf ein Konversionziel (z.B. die Bestellung eines Produkts, die Registierung für einen Newsletter, oder das Runterladen einer Demo-Version einer Software) zu führen. Dies gelingt am besten dadurch, dass die komplette Aufmerksamkeit des Nutzers auf die Call-to-Action geleitet wird, und das im Bruchteil einer Sekunde. Mehr Zeit bleibt häufig nicht, bevor unterbewußt die Entscheidung fällt, ob der Nutzer auf der Seite verweilt und die Inhalte konsumiert, oder diese wieder verlässt um zur Konkurenz zu wechseln.

Beherzigen Sie die folgenden fünf Tipps und Anregungen um die Konversion Ihrer Landing-Pages zu optimieren.

1. Ziel der Landing-Page

Ihre Landing-Page sollte nur ein Ziel haben. Sie sollte absolut fokussiert auf das eine Ziel sein. Viele Landing-Pages lassen diese Klarheit vermissen und verlieren sich im Brei von zu vielen Call-to-Actions und Alternativen. Anstatt den Nutzer zu führen, verwirren diese Multi-Purpose-Pages nur unnötig und führen somit zum schnellen Abbruch des Besuchs.

2. Das Publikum der Landing-Page

Designen Sie Ihre Landing-Page für nur eine spezifische Zielgruppe. Jede Zielgruppe hat spezielle Anforderungen und Bedürfnisse. Wer schon einmal versucht hat seiner Frau zu erklären, warum man unbedingt ein neues Apple Gadget (z.B. das iPad) braucht, weiss was ich meine, dass andere Zielgruppen definitiv andere Argumente benötigen. Versuchen Sie also niemals eine Landing-Page für unterschiedliche Zielgruppen zu erstellen. Es wird nicht funktionieren!

3. Der Konversionpfad der Landing-Page

Definieren Sie Ihren Konversionpfad bevor Sie Ihre Landing-Page designen. Auf einigen Seiten kann man sicher das Produkt direkt kaufen. Handelt es sich jedoch um ein komplexeres Produkt, oder eine Dienstleistung geht es darum den Nutzer vom Produkt zu überzeugen und ihn in eine Reihe von Inhalten oder Seiten zu führen, die ihn letztlich überzeugen und die Konversion durchführen lassen.

Ein relativ komplexer Konversionpfad für einen bevorstehenden Produkt-Launch könnte z.B. wie folgt aussehen:

  1. Aufruf der Landing-Page mit dem Ziel für den Release-Newsletter anzumelden
  2. Emotionale Bindung an das noch nicht releaste Produkt auf der Seite.
  3. Primäre-Call-to-Action: Registierung für Newsletter, der über Produkt-Launch informiert
  4. Newsletter versenden zur weiteren emotionalen Bindung an das Produkt
  5. Newsletter versenden mit Produktrelease
  6. Aufruf einer neuen Landing-Page mit dem Primär-Ziel die Demo-Version herunter zu laden
  7. Emotionale Bindung auf der Landing-Page erhöhen. Call-to-Action: Demo-Version herunterladen
  8. Follow-up Newsletter mit dem Ziel die Vollversion zu bestellen
  9. Aufruf einer neuen Landing-Page mit dem Ziel die Vollversion zu bestellen
  10. Checkout-Prozess

Sie sehen schon, ein Konversionspfad muss nicht einmal an einen einzigen Website-Besuch gebunden sein. Je einfacher der Pfad jedoch ist, desto einfacher ist es meistens die Konversion zu erreichen.

4. Multible Call-to-Actions auf einer Landing-Page

Im ersten Tipp haben wir ja bereits gelernt, dass eine Landing-Page am besten nur eine Call-to-Action hat. Leider ist dies in der Realität nicht immer möglich. Bleiben wir bei dem Beispiel aus Tipp 3 und gehen davon aus, dass der Produkt-Launch stattgefunden hat. Somit ändert sich normalerweise auch die Landing-Page und der entsprechende Konversions-Pfad. Gehen wir davon aus, dass die drei möglichen Call-to-Actions (Vollversion kaufen, Demo-Version herunterladen und Newsletter) untergebracht werden sollen. Welche CtA soll jetzt als erstes angezeigt werden?, welche hat die höchste Priorität?, ist der Vollversion kaufen Button wirklich der wichtigste? Viele Fragen die man in aller Ruhe beantworten sollte. Sicherlich hilft hier auch ein Austesten von Varianten über A/B oder Multi-Variates-Testing.

5. Messen, Bewerten und Testen/Optimieren

Nutzen Sie auf jeden Fall ein Web-Analyse-Tool um die Konversionsrate zu tracken. In vielen Gesprächen mit Kunden aus dem eCommerce-Bereich fällt mir immer wieder auf, dass viele diesen essentiellen Wert Ihrer Website nicht kennen. Sie wissen wie viel Umsatz der Shop erreicht und wie viele Kosten Sie haben, aber die Konversionsrate ist oft unbekanntes Terrain.

Haben Sie multible Konversionsziele, bewerten Sie diese mit Geldbeträgen – für jede Call-to-Action den Betrag, den die Aktion des Nutzer für Sie an Wert hat. So ist es einfach Verbesserungen zu messen. Also bleiben wir bei dem Beispiel von eben. Gehen wir davon aus, dass die Software 1.000 Euro kostet. Nun benötigen Sie Daten um die Konversionswerte festlegen zu können.Wenn beispielsweise jeder 100. Newsletter-Abonnent irgendwann eine Vollversion bestellt, so ist die Anmeldung 10 Euro wert.

So könnten die Konversionswerte wie folgt aussehen:

Newsletter Anmeldung: 10 Euro (jeder 100. bestellt eine Vollversion)
Download Testversion: 150 Euro (jeder 13,3 bestellt eine Vollversion)
Bestellung Vollversion: 1.000 Euro

In der ersten Woche haben Sie 100 Newsletter Anmeldungen, 20 Downloads der Testversion und 2 Bestellungen für die Vollversion. Somit haben Sie 2.000 Euro echten Umsatz erzielt. Rechnen Sie den Wert der anderen Konversionziele mit ein, so hat diese Landing-Page insgesamt 6.000 Euro Konversionziele erreicht.

In der nächsten Woche ändern Sie Ihre Landing-Page und verschieben den Fokus von Newsletter-Anmeldungen auf Testversions-Downloads und erreichen 20 Newsletter-Anmeldungen, 90 Testversions-Downloads und eine Vollversionsbestellung. Somit haben Sie einen realen Umsatz von 1.000 Euro erziehlt. Die gesamten Konversionziele betragen jedoch 14.700 Euro.

Bleibt jetzt die Quote der Testversions zu Vollversionsbesteller gleich, wird dies Ihren Umsatz mehr als verdoppeln.

Sie sehen an diesem Planspiel schon, dass das Messen die Basis für Konversionsoptimierung ist. Ohne gute und vor allen Dingen valide Zahlen ist Konversionsoptimierung nicht möglich.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Optimieren Ihrer Landing-Pages!

2 Comments

  1. uberVU - social comments · February 9, 2010 Reply

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    This post was mentioned on Twitter by VirtualTotte: 5 LPO-Tipps die jeder kennen sollte http://bit.ly/ba1aHB #Landing-Page-Optimization #CRO…

  2. Web Analytics Eruopa · February 9, 2010 Reply

    Gelungene Übersicht, danke. Vor allem der 5. Punkt ist entscheidend!

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