10 Tipps für bessere Landingpage-Texte

10 Tipps für bessere Landingpage-Texte

Je komplexer das zu verkaufende Produkt oder Dienstleistung ist, desto wichtiger werden die Texte auf der Seite. In diesem Post möchte ich zehn einfache Tipps geben, damit Sie mit Ihren Texten besser verkaufen.

#1: Überschriften

Überschriften auf Landingpages sind eine sehr starke Orientierungshilfe für den Nutzer. Er kommt schließlich von irgend einer anderen Seite. Er hat z.B. auf eine PCC-Anzeige in einer Suchmaschine geklickt und muss sich nun neu orientieren. Bleiben Sie so nah wie möglich an dem, was der Nutzer vor dem Klick gesehen hat – das gibt Sicherheit für den weiteren Weg. Häufig sieht man bei erfolgreichen PCC-Kampagnen den Einsatz von Head- und Subline. Diese beinhalten meist exakt den gleichen Text, wie die ersten beiden Zeilen in der PPC-Anzeige.

Die Emotionalisierung durch die Überschriften ist ebenfalls ein sehr wichtiger Faktor. Schreiben Sie Headlines, die Lust auf das Weiterlesen machen. Nur so können Sie die Nutzer wirklich einfangen und zur Conversion führen.

#2: Call-to-Action-Text

Egal ob Sie Buttons oder “normale” Links für Ihre Call-to-Action nutzen, sagen Sie dem Nutzer klar, was er mit dem Klick erreicht. Ein “Jetzt registrieren” Button ist gut, ein “Jetzt kostenlos registrieren” ist besser.

Platzieren Sie mehrere Call-to-Action Elemente auf der Seite. In vielen Tests hat sich gezeigt, dass bei kürzeren Landingpages zwei Call-to-Actions sinnvoll sind. Eine auf jeden Fall “above-the-fold” – also im sichtbaren Bereich – und eine am Ende. Bei längeren Landingpages drei bis fünf in unterschiedlichen Gewichtungen. Ich arbeite häufig mit zwei unterschiedlichen Gewichtungen. Einer primären Call-to-Action die ich im oberen Bereich der Landingpage und am Ende nutze. Eine etwas reduzierte (meist etwas kleinere) Call-to-Action an unterschiedlichen Punkten dazwischen.

Wichtig ist mir, dass immer wenn ein Nutzer sich entscheidet zu konvertieren, er eine Call-to-Action sieht – natürlich ohne die Landingpage mit Buttons zu pflastern… 😉

#3: Tot der ersten Person

Auf vielen Seiten findet man Aussagen wie “Unser Produkt XYZ…” oder “Wir helfen Ihnen …”. Lösen Sie sich davon. Kein Mensch interessiert sich für Sie, Ihre Firma oder Ihr Produkt, sondern nur wie es ihm oder ihr hilft. Streichen Sie die erste Person aus Ihren Texten und schreiben Sie wenn möglich in der zweiten Person. Das involviert Nutzer deutlich stärker.

#4: klare Aussagen

Schreiben Sie einfach. Es geht nicht darum zu zeigen, was Sie für tolle kreative Sätze zusammenbauen können. Klare Aussagen steigern die Conversions – lange Worthülsen nicht.

#5: roter Faden

Bleiben Sie bei Ihrem roten Faden. Erstellen Sie Ihre Texte als klare Abfolge aus Überschriften und Angeboten. Vermeiden Sie Abschweifungen, nebensächliche Angebote und vor allen Dingen Marketing-Bla-Bla.

#6: das Wichtigste zuerst

Nutzer im Internet lesen anders. Sie scannen die Seiten. D.h. im Normalfall fliegen Sie über die Überschriften und die Anfänge der Absätze und das nur so lange, bis Sie endlich für sich sagen können “wieder nichts”. Schreiben Sie daher die wichtigesten Punkte an den Anfang Ihrer Landingpage. Eine kurze Nutzen-Beschreibung in Form einer Bullet-Liste hat sich hierbei als sehr gut erwiesen.

#7: erster Absatz = kurzer Absatz

Halten Sie den ersten Absatz kurz. Es hat sich gezeigt, dass ein bis zwei Zeilen optimal sind. Variieren Sie die Länge der Absätze von dort an. Das wirkt Eintönigkeit entgegen und macht es einfacher die Texte zu lesen. Vermeiden Sie auf jeden Fall zu lange Absätze. Kein Nutzer will Textwüsten lesen.

#8: Anfang und Ende im Text

Untersuchungen über das Scannen von Websites haben gezeigt, dass viele Nutzer den Anfang und das Ende der Absätze lesen und dann entscheiden, ob Sie die Mitte dazwischen auch noch lesen wollen. Dies sind also die wichtigen Stellen in Ihren Texten. Stellen Sie sicher, dass dort die verkaufsfördernden Argumente stehen.

#9: ins Design texten

Bei Landingpage-Texten geht es nicht mehr allein um den Text. Es geht darum, an welcher Stelle der Text steht, was neben dem Text steht und ob man scrollen muss um den Text lesen zu können. Ein Texten in Form von Word-Dokumenten ist nicht zielführend. Ihre Texte sind vielleicht perfekt, passen jedoch nicht in das Design, oder nur mit scrollen auf den Bildschirm.

Sehr häufig habe ich es erlebt, dass Texte blöd umbrechen und z.B. die Call-to-Action aus dem Screen schieben. Aus meiner Sicht ist es unabdingbar, dass der Texter direkt in das Design texten kann. Nur so sieht man die Wirkung der Texte direkt. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Conversion-Designer und dem Texter natürlich unabdingbar. Der Texter muss somit deutlich flexibler werden. Zu seinen Arbeitsmitteln sollten auch Photoshop und HTML-Editoren gehören.

#10: Nichts annehmen – immer testen!

Diese Tipps und Techniken werden Ihnen hoffentlich helfen das Thema Texte auf Landingpages mit anderen Augen zu sehen. Aber sie kratzen nur an der Oberfläche und sind Verallgemeinerungen. Ob diese Tipps Ihnen in Ihrem individuellen Fall helfen werden kann man nicht voraussagen. Testen Sie daher immer. Zu häufig habe ich es erlebt, dass sich Experten (mich eingeschlossen) etwas vermutet haben, und die Nutzer sich komplett konträr verhalten haben. Ich habe daraus gelernt und nehme nichts mehr an und teste.

Schauen Sie sich hierzu einen Landingpage-Test von mir bei WhichTestWon an und machen selbst den Test. Welche der beiden Varianten hat die höhere Conversion? Das bedruckte Endprodukt, oder der Drucker?

Ich wünsche viel Erfolg beim Texten!

9 Comments

  1. Sergej Müller · June 3, 2010 Reply

    Sehr nützliche Ratschläge, vielen Dank dafür.

  2. Webnews #12: Greek, Kiss, Tokyo & SEO | Andi Licious' Blogosphäre · June 4, 2010 Reply

    […] Statistiken über die Top-1.000-Seiten im Google-Index. WowBagger gibt 10 Tipps für bessere Landingpage-Texte. Bei der Telekom gibt’s Ende Juni eine Urlaubssperre und viele verkaufte iPhones. Was man mit […]

  3. Kristian · October 9, 2011 Reply

    Die Infos hier sind mehr als Gold wert! Vielen Dank dafür. Lese gerade Ihr Konversationskiller E-Book und bin dabei alles Schritt für Schritt umzusetzen.

    Nochmals Vielen Dank für die vielen Infos hier und im eBook.

  4. Bernd Schimanski · April 11, 2012 Reply

    Danke für die ausführlichen Tipps. Eigentlich wußte ich es schon vorher, aber es immer wieder gut, sich an die Basics zu erinnern… habe ich leider viel zu häufig vernachlässigt.

    Herzliche Grüße aus dem Hinterland
    Bernd Schimanski

  5. Olga · June 18, 2012 Reply

    Vielen Dank für den Artikel!!! Ganz konkret und informativ. Es fällt ins Auge, der Autor, der den anderen solche Tipps erteilet, folgt auch diesen. Nicht umsonst liest man den Artikel bis zu Ende und hat den Wunsch, neue Artikel zu lesen.

  6. David · January 14, 2013 Reply

    Sehr schön beschrieben!! Danke dafür. Ich werde das für mich einmal einsetzen.

  7. Roland · March 16, 2014 Reply

    …und das Alles verliert auch 2014 seine Gültigkeit nicht. Ich kann Ihre Ausführungen nur bestätigen, zumal ich immer versucht bin, mein eigenes Surf-Verhalten vergleichend zu beobachten – was mir auch helfen soll, mich besser in die Lage des Umworbenen hinein zu versetzen. Ihre Tipps helfen dabei auf jeden Fall, danke dafür!

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